“Hervorragende Mitarbeiter ziehen weitere gute Leute nach”

Podcast Beiträge 07.03.2023

In unserer heutigen Episode des HRM-Podcasts dreht sich alles um das Thema „Personalentwicklung ohne Personalabteilung – HR für Start-ups“. Am Gesprächstisch mit Alexander Petsch, dem Gründer des HRM Instituts, sitzt Prof. Dr. Claas Triebel aus München. Er wird uns aufzeigen, wie neu gegründete Unternehmen sich an Personalmanagement herantasten können und warum das Prinzip Einfachheit am Anfang am meisten erfolgversprechend ist.

Prof. Dr. Claas Triebel entwickelte 2003 die sogenannte Kompetenzbilanz, die von der Stiftung Warentest als bestes Verfahren zur Karriereberatung gekürt wurde. Er ist Gründer und CEO des Coaching-Unternehmens Performplus und der Skimio GmbH, einem Unternehmen, das digitale Tools für die Personalentwicklung in Unternehmen entwickelt. Von 2013 bis 2017 lehrte er Wirtschaftspsychologie an der privaten Hochschule für angewandtes Management in Ismaning.

Was haben Berlin und Start-ups gemein? Beide halten sich für unwiderstehlich sexy, aber arm. Die finanziellen Ressourcen „sind am Anfang einfach total gering“, sagt auch Prof. Dr. Claas Triebel. Deswegen sollte die Personalentwicklung aber nicht auf die lange Bank geschoben werden. Im Gegenteil, für den studierten Psychologen legen Jungunternehmen gerade mit ihrer Mitarbeiterauswahl den Grundstein für ihren Erfolg – oder Misserfolg. „Meine Erfahrung ist, dass die wirklich guten Start-ups sich meist schon sehr frühzeitig mit dem Thema Personalentwicklung beschäftigen.“ Die ersten angeheuerten Mitarbeiter, jene, die den engen Kreis um das Gründerteam bilden, sollten nach Möglichkeit „hervorragende Leute sein“. „Die haben ein Netzwerk und ziehen weitere gute Leute nach“, so die Logik. Zudem seien diese Mitarbeiter der ersten Stunde spätere Führungskräfte, sollte das Start-up die Frühphase erfolgreich überstehen.

Ein Mitglied des Gründerteams sollte sich den Schuh HR anziehen

Dabei müsse Finanznot nicht unbedingt bedeuten, das Thema Personalentwicklung gegenüber übermächtiger Konkurrenz chancenlos zu betreiben. Claas Triebel rät Start-ups in der Gründungsphase zum Prinzip der kleinstmöglichen Lösung: „Mit möglichst wenig Aufwand etwas ganz Kleines schaffen, und dieses Kleine dann irgendwie besser machen.“ Konkret auf HR übertragen hieße das, beispielsweise auf teure und komplizierte Feedback-Software zu verzichten und stattdessen „regelmäßig im Team Retros abzuhalten“. Alle zwei Wochen innerhalb einer vorgegebenen Struktur und Dramaturgie sich zusammensetzen und gemeinsam die Arbeit der vergangenen zwei Wochen rekapitulieren. „Und dann daraus ableiten, was man in den kommenden zwei Wochen besser machen möchte, nicht nur auf das Produkt, sondern vor allen Dingen auf die Zusammenarbeit bezogen.“

So einfach und nachvollziehbar wie Tipp eins hört sich auch Claas Triebels nächster Hack an. „Aus dem Gründerteam muss sich einer den Schuh HR richtig anziehen.“ Das müsse kein ausgewiesener oder gar studierter Experte sein. „Aus welcher Fachrichtung der kommt, spielt eine untergeordnete Rolle“, sagte der Kompetenzexperte, „es muss in erster Linie jemand sein, der sich für das Thema wirklich interessiert“. Wie jedes Unternehmen bestehe auch ein Start-up aus Menschen und Beziehungen zwischen diesen Menschen. „Aber mit dem entscheidenden Nachteil, dass sie in der Regel arm sind und wenig Zukunftsperspektiven bieten“, sagt Claas Triebel. Ein Start-up müsse sich daher umso mehr Mühe geben, um qualifizierte Mitarbeiter zu rekrutieren und halten, ja, um Personalmanagement zu institutionalisieren. Jungunternehmen sollten ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass ein Mitglied aus dem Gründungsteam, das zudem Leidenschaft für HR mitbringt, die Idealbesetzung für den Aufbau einer strukturierten Zusammenarbeit sei.

Klar definierte Werte geben dem Start-up Orientierung in vielen Fragen

Unabdingbar für eine nachhaltige Personalentwicklung ist für Class Triebel ein klar definiertes Wertepaket, sozusagen der moralische Kompass. Dieses sei nach innen noch viel wichtiger als nach außen. „Diese Art von Vision ist nach außen toll, um dem Investor oder Kunden etwas zu verkaufen“, sagt Class Triebel, „aber nach innen sind diese Werte der Social Glue“. Also der Schmierstoff für reibungslose Zusammenarbeit. Daher sollte sich das Gründerteam frühzeitig Gedanken über das Wertepakt

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Alexander R. Petsch

CEO Chief Enabling Officer

Love to be in HR …. gut weiterlesen auf Hrm.de

Prof. Dr. Claas Triebel

Ich biete Expertise im Bereich Karrierecoaching und habe hierfür das marktführende Verfahren entwickelt. Ich biete Expertise im Bereich Startups und weiterlesen auf Hrm.de

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